de.wikipedia.org/wiki/Lotosblumen
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Dadurch bleiben die Blätter stets sauber, und es können sich keine Pilze oder andere Organismen auf ihnen ausbreiten, die der Pflanze schaden könnten, siehe (Lotoseffekt).
Der Lotoseffekt macht Lotusblätter wasserabweisend, aber nicht frei von Mikroorganismen oder Krankheiten. Auf Lotusblättern sind sowohl bakterielle Blattgemeinschaften als auch pilzliche Blattkrankheiten nachgewiesen worden.
Full reasoning
Der Lotoseffekt beschreibt vor allem die starke Wasserabweisung und Selbstreinigung der Blattoberfläche. Daraus folgt aber nicht, dass sich auf Lotusblättern keine schädlichen Organismen ansiedeln oder ausbreiten können.
Konkrete Gegenbelege:
- Eine in PubMed erfasste Studie untersucht ausdrücklich die „phyllosphere bacterial communities of lotus“ – also Bakteriengemeinschaften auf der Blattoberfläche von Lotus. Schon das widerspricht der Aussage, es könnten sich keine ... Organismen auf den Blättern ausbreiten.
- Mehrere phytopathologische Arbeiten berichten außerdem Blattkrankheiten an Nelumbo nucifera. Ein Bericht in Plant Disease beschreibt sogar, dass ein unbekanntes Blattleiden auftrat und große Teile der Blätter abstarben. Das widerspricht der Aussage, es könnten sich keine Pilze ... die der Pflanze schaden auf den Blättern ausbreiten.
Die korrekte Aussage wäre eher: Lotusblätter sind stark wasserabweisend und dadurch selbstreinigender als viele andere Blätter, aber sie sind nicht immun gegen mikrobielle Besiedlung oder pilzliche/bakterielle Blattkrankheiten.
2 sources
- Effects of antibiotics on the endophyte and phyllosphere bacterial communities of lotus from above and below surface water in a typical shallow lake
Abstract snippet: 'differences between endophyte and phyllosphere bacteria of Lotus from above and below surface water remains unclear.'
- First Report of Alternaria alternata Causing Leaf Spot on Nelumbo nucifera Plants in China
Snippet: 'In May 2020, an unknown leaf disease affecting these plants was first detected ... The disease caused approximately 30 to 40% of leaves to die.'
Die Früchte sind kugelig, eiförmig oder verkehrt kegelförmig nach unten schmaler werdend. Sie bestehen aus dem größer werdenden Blütenboden, in den die Samen eingesenkt sind.
Hier werden Frucht und Blütenboden verwechselt. Bei Nelumbo sind die eigentlichen Früchte einzelne nussartige Früchtchen; der große „Duschkopf“ ist der vergrößerte Blütenboden bzw. das Receptaculum.
Full reasoning
Diese Passage verwechselt bei Nelumbo die eigentlichen Früchte mit dem vergrößerten Blütenboden/Receptaculum.
Autoritative Floren beschreiben die Morphologie anders:
- Flora of North America: „Fruits nutlike, indehiscent, loose in cavities of strongly accrescent receptacle.“ Das heißt: Die Früchte sind eigene, nussartige Früchtchen, die in den Hohlräumen eines stark vergrößerten Receptaculums sitzen.
- NC State Extension beschreibt ebenfalls: Nach der Blüte bilden sich „nut-like fruits ... imbedded in the flat surface of the receptacle“. Auch hier sind also Früchte und Receptaculum klar voneinander getrennt.
Die Artikelpassage sagt dagegen, die Früchte bestünden aus dem größer werdenden Blütenboden. Das ist botanisch falsch: Der vergrößerte Blütenboden ist nicht selbst die Frucht, sondern trägt bzw. umgibt die einzelnen Früchte. Präziser wäre etwa: Die eigentlichen Früchte sind einzelne nussartige Früchtchen, die in den vergrößerten Blütenboden eingesenkt sind.
2 sources
- Nelumbonaceae in Flora of North America @ eFloras
Snippet: 'Fruits nutlike, indehiscent, loose in cavities of strongly accrescent receptacle.'
- Nelumbo lutea (American Lotus, American Lotus-lily, Nelumbo, Yonkapin) | North Carolina Extension Gardener Plant Toolbox
Fruit description: 'After blooming, nut-like fruits begin to form imbedded in the flat surface of the receptacle.'