de.wikipedia.org/wiki/Gert_Postel
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Kurz darauf, im September 1982, bewarb sich der zu diesem Zeitpunkt 24-jährige Postel als Dr. med. Dr. phil. Clemens Bartholdy um die in Flensburg ausgeschriebene Stelle eines stellvertretenden Amtsarztes.
Der Monat stimmt nicht. Laut dem Flensburger Urteil trat Postel schon am 4. August 1982 erstmals im Gesundheitsamt auf; das schriftliche Bewerbungsschreiben ging am 12. August 1982 ein. Im September trat er die Stelle an.
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Die Datierung der Bewerbung auf September 1982 widerspricht dem im Artikel selbst verlinkten veröffentlichten Urteil des LG Flensburg.
Dort steht:
- Am 4. August 1982 ging Postel nach einem Anruf sofort zum Flensburger Gesundheitsamt und stellte sich dort als „Dr. Dr. Bartholdy“ vor.
- Am 12. August 1982 ging sein Bewerbungsschreiben mit Lebenslauf und gefälschten Unterlagen beim Gesundheitsamt ein.
- Erst mit Wirkung vom 15. September 1982 wurde er eingestellt.
Damit war August 1982 der Zeitpunkt der Bewerbung; September 1982 war der Zeitpunkt des Dienstantritts.
1 source
- Urteile des LG Flensburg vom 9. Januar 1985 und des LG Leipzig vom 22. Januar 1999
"Am 4. August 1982 ... rief [der Angeklagte] im Gesundheitsamt der Stadt F an ... So begab sich der Angeklagte unverzüglich zum Gesundheitsamt"; "Bereits am 12. August 1982 ging bei dem Gesundheitsamt der Stadt F ein Bewerbungsschreiben des Angeklagten ein"; "Mit Wirkung vom 15. September 1982 wurde der Angeklagte als Arzt ... eingestellt."
Urteile des LG Flensburg vom 9. Januar 1985 und des LG Leipzig vom 22. Januar 1999 gegen Gerhard Postel.
Der Nachname stimmt, der Vorname nicht. Die verlinkten Urteile betreffen Gert Postel, nicht „Gerhard Postel“.
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Die Literaturangabe benennt die verlinkten Urteile als Entscheidungen „gegen Gerhard Postel“. Das ist eine Verwechslung.
Die im Link hinterlegte Urteilssammlung selbst bezeichnet den Angeklagten ausdrücklich als „Gert Postel“. Auch der Normdatensatz der Deutschen Nationalbibliothek führt die Person dieses Artikels als „Postel, Gert“.
Zwar kommt im Flensburger Urteil der Alias „Dr. Gerhard Postel“ vor — allerdings nur als einer der von ihm verwendeten falschen Namen bei der Wohnungssuche 1980. Die Urteile richten sich gegen die reale Person Gert Postel.
2 sources
- Urteile des LG Flensburg vom 9. Januar 1985 und des LG Leipzig vom 22. Januar 1999
Im Leipziger Urteil heißt es ausdrücklich: "Der Angeklagte Gert Postel hat sich schuldig gemacht". An anderer Stelle wird nur ein Alias erwähnt: "diesmal als Dr. Gerhard Postel ausgab".
- DNB, Katalog der Deutschen Nationalbibliothek – Personendatensatz
Der Normdatensatz führt die Person als "Postel, Gert" und nennt als weiteren Namen "Postel, Gert-Uwe".